Marokko

Ein wunderbares Reiseland mit jahrhundertelanger Geschichte und einer grandiosen Natur. In Marokko prallt die mediterrane Küstenregion auf große und weite afrikanische Natur: rauhe Gebirge, menschenleere Ebenen und die ersten Ausläufer der großen Wüsten Afrikas. Im Gegensatz zu den endlosen Dünenlandschaften Mauretaniens und Algeriens findet man in Marokko große Halb- und Steinwüsten, die Sandwüsten deuten sich erst im Südosten an.

Lange war Marokko französische Kolonie und spanisches Protektorat. Daher finde man heute noch starke Einflüsse der beiden Nationen in Städten und Landschaft. Sprachlich kommt man am Besten mit Französisch weiter. Spanisch und Italienisch teilweise, Englisch ist eher schlecht. Im Hinterland wird allerdings auch Französisch schwierig, hier sind dann Hände und Füße gefragt, es sei denn man ist des Arabischen oder Berber mächtig.

Wir werden in Marokko einige Wüsten und Oasen passieren und die komplette Bandbreite marokkanischer Kultur und großartigster Natur erleben (siehe auch Übernachtung & Strecke). Vorab zur Planung einige Empfehlungen

Vorbereitung & Einreise nach Marokko

  • Die Einreise ist Visumfrei für 3 Monate. Notwendig sind ein bei Ankunft mindestens noch 6 Monate gültiger Reisepass oder vorläufiger Reisepass.
  • Es gibt keine Pflichtimpfungen für Marokko, Eine Kopie des Impfpasses mitzunehmen kann nicht schaden. Eine Auslandskrankenversicherung ist auf jeden Fall zu empfehlen.
  • Darauf achten, dass Marokko in Fahrzeugversicherung bzw. grüne Karte inkludiert ist
  • Abschluss eines Schutzbriefs empfiehlt sich (z.B. ADAC, ÖAMTC, o.ä.)

Besonderheiten bei Fahrzeugeinfuhr bzw. für Rückfahrt zu berücksichtigen

  • Bei Einfuhr werden die Fahrzeuge am Zoll bei einer Person registriert, die Ausreise ohne Fahrzeug ist für diese Person nicht bzw. nur in Sondersituationen möglich. Sollten Teams sich in Marokko trennen und auf unterschiedlichem Weg (Flugzeug/Auto) ausreisen bitte unbedingt darauf achten, dass das Fahrzeug auf die mit dem Fahrzeug ausreisende Person registriert ist.
  • Fahrzeuge über 5 Jahren können in Marokko generell nicht mehr verzollt werden, daher können die Fahrzeuge vor Ort auch nicht ohne Weiteres verkauft werden
  • Wer nicht die ganze Strecke zurückfahren möchte und plant das Fahrzeug im Süden zu verschrotten bzw. zu verkaufen, kann bis Jerez, Marbella/Malaga oder Sevilla zurückfahren und von dort fliegen. Einige Internetplattformen bieten Ankauf von Fahrzeugen innerhalb weniger Stunden (Bsp.: www.compramostucoche.es). Schrottplätze gibt es zur Not auch Einige vor Ort (Übersicht unter www.abat.es/desguaces). Malaga, Sevilla und Jerez sind in ca. 9-10 Stunden erreichbar. Ab Marrakesch sechs Stunden Autobahn bis Tangier, Fährüberfahrt und Zollabwicklung, dann anderthalb Stunden durch Spanien. In Ceuta werden leider nur lokale Fahrzeuge zur Verschrottung zugelassen, zumal es aus Ceuta nur wenige Flugverbindungen gibt.
  • Im Schadensfall in Marokko greift der Schutzbrief. Ausreise muss dann über den jeweiligen Partner organisiert werden. Hier empfehlen sich insbesondere die großen Automobilclubs. Der ADAC unterhält marokkanische Dependenzen und führt die Fahrzeuge meist nach Spanien aus. Dort wird entweder repariert und ein Heimtransport organisiert oder verschrottet. Dies wird individuell mit dem Versicherungspartner besprochen bzw. hängt von seiner Einschätzung des Fahrzeugstatus ab.

Sollte das Fahrzeug in Andalusien das Zeitliche segnen, kann das Team versuchen auf Mietwagen umzusteigen. Dieser sollte allerdings erst in Marokko angemietet werden und Ihr solltet dann über denselben Ort wieder ausreisen, um Oneway Miete zu vermeiden. Je nach Schutzbrief kann der Mietwagen auch über den Versicherer abgewickelt werden. Bitte vorab informieren.

Einfuhr von Waren und Equipment:

  • Gegenstände für persönlichen Bedarf können zollfrei mitführt werden.
  • Beschränkungen gibt es hinsichtlich Funkgeräten und Drohnen. Die Einfuhr von Flugdrohnen aller Art ist verboten. Funkgeräte dürfen nur mit einer Genehmigung aus Marokko mitgeführt werden.
  • Die Einfuhr von verschreibungspflichtigen Medikamenten (selbst für den persönlichen Gebrauch) ist nur mit ärztlichem Attest und Kopie des Rezeptes erlaubt.

Detaillierte Infos findet ihr auf den Seiten des marokkanischen Zolls (http://www.douane.gov.ma/web/guest).

 

Sicherheit

Zum Thema Sicherheit gibt es in Deutschland ausführliche Informationen über das Auswärtige Amt bzw. den entsprechenden Institutionen in anderen Ländern. (https://www.auswaertiges-amt.de)

Grundsätzlich muss man sich keine Sorgen machen. Marokko ist touristisch gut erschlossen und die Menschen sind sehr gastfreundlich. Die Gebiete, vor denen gewarnt wird (Mauretanien, Westsahara), sind weit von unserer Route entfernt. Die algerische Grenze ist seit 1994 geschlossen und wird von Marokko überwacht. Das Militär ist insbesondere in der Küsten- und den Grenzregionen sehr präsent. Der Fokus richtet sich dabei auf illegale Einwanderer bzw. Grenzgänger.

Die Polizei ist sehr aufmerksam und in dicht besiedelten Regionen präsent. Hinsichtlich unangemessenem Verhalten, Geschwindigkeitsüberschreitungen, Drogenbesitz o.ä. sind sie streng. Aus eigener Erfahrung allerdings stets freundlich, hilfsbereit und offen ggü. Touristen.

Wir haben in den Regionen, die wir bereisen, marokkanische Kontakte, die uns in der Vorbereitung der Tour unterstützen und beraten.

 

Unsere Routen in Marokko

In Marokko sind die Etappen so angelegt, dass wir Fahrten in der Dunkelheit weitgehend vermeiden. Bei Einbruch der Dunkelheit haben wir entweder bereits das Etappenziel erreicht oder aber sind nur noch auf größeren Landstraßen unterwegs. Trotzdem ist auch hier Vorsicht geboten. In Marokko sind abends und nachts unbeleuchtet Fußgänger, Mopeds und Eselskarren unterwegs. Daher gilt es gerade nachts umsichtig unterwegs zu sein.

Da wir in Marokko teilweise in menschenleeren Gebieten ohne Netzverbindung unterwegs sein werden, sollte niemand alleine fahren. Kann man in Europa noch zu Fuß das nächste Dorf erreichen, so ist das in Marokko u.U. nicht mehr möglich. Absolutes Minimum sind drei Fahrzeuge, insbesondere auf Pisten und in der Wüste. Zudem gilt gerade hier das Solidaritätsprinzip. Sollte ein Team abgehängt werden, bitte warten oder die Gruppe aufteilen. Hat jemand Probleme dann anpacken und helfen, wer weiß wann es einen selbst mal erwischt.